Essenskultur
Essen in der Antike
Die Ärzte der griechischen Antike, vor allem aber Hyppokrates, Asklepeius und Dioskurides, haben vieles über den Nutzen der gesunden Ernährung berichtet. Sie waren davon überzeugt, dass sowohl der Fisch als auch jede Erdfrucht zur richtigen Jahreszeit verspeist werden soll.
Hyppokrates berichtet in seiner Schrift „Über Hygiene“ , dass man je nach Alter, Tätigkeit und Jahreszeit die richtige Diät einhalten soll.
Er schlägt sogar bestimmte Nahrungsmittel vor, die man unbedingt gegessen haben soll, bevor man in den Sommer oder in den Winter kommt.


Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass auf antiken griechischen Abbildungen nie übergewichtige Figuren dargestellt werden. Obwohl die alten Griechen, wie bekannt ist, große Mengen zu sich nahmen, und ihre Mahlzeiten lange dauerten, geht man heute davon aus, dass sie kein übergewichtiges Volk waren. Dies hängt einerseits mit der Kombination ihrer Speisen zusammen, andererseits damit, dass sie sportlich waren. Von den alten Griechen stammt das Zitat „gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Erwähnenswert ist auch, dass man im Alten Griechenland weder Kartoffeln, Reis und Tomaten, noch Kaffee und Zucker kannte.
Es heißt, dass sie viel Fisch zu sich nahmen. Allein in Athen verzehrte man über 100 Fischsorten. Bevorzugt wurden fetthaltige Fischsorten, die ebenso gesund waren.
Fleisch wurde nur zu besonderen Anlässen konsumiert, meist zu öffentlichen und privaten Feiern.
Von allen Fleischsorten bevorzugte man in den Städten das Schweinefleisch, da es zum einen billiger und zum anderen schmackhafter war.
Auch in Sachen Brot kannten sie sich gut aus. Sie stellten aus unterschiedlichen Zutaten und Backarten über 70 verschiedene Brotsorten her. Bekannte Hülsenfrüchte waren Saubohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, weiße Bohnen. Auch Hülsenfruchtpürree wurde gern verzehrt.
Als Nachspeise gab es vorwiegend Nüsse mit Honig und Obst. Man baute viele Obstsorten an. Man kannte allein 44 Sorten Feigen, 32 Apfelsorten, viele Birnensorten usw.
Der Honig genoss einen hohen Stellenwert bei der antiken Ernährung. Man ging davon aus, dass Honig den Geist anregt. Aus diesem Grund dichtete man den Honig als Speise (Ambrosia) der olympischen Götter an. Als man den über 100-jährigen Dimokrates nach einem Rezept für seine Langlebigkeit fragte, antwortete dieser: Wenn der Körper äußerlich sein Öl braucht, braucht er innerlich sein Honig.

Text und Bild mit freundlicher Genehmigung aus der Zeitung "RhodosUrlauber"

interner Link Flüge & Hotels hier buchen  |  interner Link Startseite  |  interner Link  KONTAKT  |  interner Link IMPRESSUM  |  externer Link beste Darstellung mit FIREFOX .-)  |  update: 08.06.2008