kafenion
Kafenion
Das erste Kafenion Europas wurde 1551 in Konstantinopel von zwei Syriern eröffnet. Dieses neue “Getränk”, dass dort serviert wurde, gefiel den Osmanen sehr. Das Kafenion war klein und befand sich in der Nachbarschaft der Hagia Sofia und seine Gäste waren größtenteils Rückkehrer aus Mekka.


Nach dem Zulauf, den dieses geglückte Unternehmen hervorgerufen hat, entstanden immer mehr neue Kafenions, welche immer neben den Gebetshäusern der Osmanen erbaut wurden. Die Muftis sahen, dass die Menschen mehr dem Kafenion zusprachen, anstatt den Gebetshäusern. Sie protestierten und erließen einen Erlass, der den Betrieb der Kafenions bei einer Strafe von 80 Stockschlägen verbot, sollte jemand gegen das Gesetz des Sultans handeln.
Dieses Verbot rief die Erregung des türkischen Volkes hervor, welches den Kaffee als einen besonderen Genuss betrachtete. So war der Sultan gezwungen, den gegebenen Erlass zurückzunehmen. Danach entstanden im ganzen Herrschaftsgebiet Kafenions, in denen auch Schattentheaterspiele mit der berümten Karagiozisfigur aufgeführt wurden. (Karagiozis entspricht dem westlichen Kasper).
Selbst die Sultane gingen öfters in die Kafenions, um die Ansicht der öffentlichen Meinung der Hauptstadt zu hören. Nur einige Jahre nach der Eröffnung der ersten Kafenions in Konstantinopel wurde auch hier, auf Rhodos, das erste Kafenion eröffnet, welches bis zum letzten Jahr noch einen sehr guten Kaffee in der Sokratesstrasse in der Altstadt angeboten hat. Dort wurden auch Szenen aus dem Film “ Die Insel von Paschal” mit Ben Kingsley gedreht. Und wem der griechische Kaffee gut schmeckt, der kann gleich gegenüber beim KAMPERIS frisch gemahlenen Kaffee für zu Hause mitnehmen.

Text und Bild mit freundlicher Genehmigung aus der Zeitung "RhodosUrlauber"

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