| Rhodier im Weltgeschehen | ||
![]() Dinokrates |
Der Lieblingsarchitekt Alexanders des Großen war wahrscheinlich ein Rhodier mit dem Namen Dinokrates. Er war u. a. verantwortlich für die städtebaulichen Pläne von Alexandria in Ägypten sowie für die Errichtung eines riesigen Grabes in Babylon, in dem der junge Herrscher seinen besten Freund begraben ließ. Doch Dinokrates grossartigste Idee war, den ganzen (!) Berg Athos, immerhin 2000m hoch, auf einer Halbinsel Nordgriechenlands gelegen, in eine Monumental Statue des griechisch mazedonischen Eroberers zu formen. Dabei sollte in seiner linken Hand eine Stadt mit 10.000 Einwohnern entstehen und die rechte Hand einen Krug halten, in dem das Wasser des Berges gesammelt würde, um von dort als “Opfergabe” ins Meer zu fließen. Alexander selbst war dieser Plan zu gewaltig: Er fürchtete damit die Götter herauszufordern. |
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Diese 4 kolossalen Statuen bewachen den Eingang des Ramses-Tempels in Abu Simbel in Ägypten. In den Sockel aus Stein zwischen den Beinen des linken Paares sind die Namen zweier griechischer Soldaten eingraviert. Tilios Elesinios (aus Teo in Ionien) und Ialyssos Tilefos aus Ialyssos in Rhodos. Sie dienten in den Armeen von Psamitich ( Anfang 6.Jhd. v. Chr.). Die beiden haben selbst die Namen dort eingraviert. Diese Namen sind Teil einer langen Liste von Soldaten aus den Inseln der Ägäis, die als Berufssoldaten in großen Armeen der Antike gedient haben. |
Tilefos Ialyssos - der Rhodier |
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![]() Diagoras |
Aus der antiken Stadt Ialyssos stammte der größte Sportler aller Zeiten, Diagoras. Ein fast zwei Meter großer Faustkämpfer, der seine Heimat Rhodos sehr verehrt hat. Mehrmals Olympiasieger, er, seine Kinder und seine Enkelkinder waren der berühmteste Familien - Klan von Rhodos. Als seine Kinder auch in den Spielen gewonnen hatten, wollten sie ihm eine Ehre erweisen und trugen ihn auf den Schultern um das ganze Stadium voll mit Zuschauern. Ein Spartaner aus dem Publikum rief dann “Stirb Diagoras, Du kannst nicht in den Olymp steigen (Du kannst kein Gott werden)”. In dem Moment aus lauter Freude und Ehre ist er gestorben. Der antike Dichter Pindaros schrieb über ihn und seine Familie im Jahr 464 v. Chr., als er Rhodos besuchte. Diagoras’ Tochter war Kallipatira, die heute sogenannte “erste Feministin”, die erste Frau, die es gewagt hatte, ein Stadium zu betreten. |
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Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung aus der Zeitung "Rhodos Urlauber" | ||