Pinakothek
1964: Griechenland erhält sein erstes Museum Moderner Kunst in Rhodos. Wie es im Bereich der Kunst öfter vorkommt, steht hinter der ursprünglichen Idee und Gründung der Pinakothek von Rhodos die inspirierte Vision eines Menschen. Und wirklich war die Seele der Schaffung des ersten Kernes der Sammlung mit Werken griechischer Künstler aus dem 20. Jahrhundert der Präfekt der Dodekanes in den 60er Jahren, Andreas Ioanou, selbst ein Schriftsteller und Kenner der neugriechischen Kunst.


Natürlich überlebt ein Museumsraum nicht nur im Herzen eines Menschen, sondern auch im Herzen der örtlichen Gemeinde. So hielt sich die Pinakothek von Rhodos nun seit 30 Jahren, ständig ihre Sammlungen bereichernd, und behielt ihre aktive Rolle in der künstlerischen Landkarte Griechenlands.
Der Charakter der Sammlung: Ein Panorama neugriechischer Kunst. Die Gründung der Pinakothek von Rhodos fiel in eine Periode der Selbstdefinierung der griechischen Kunst, ihrer unmittelbaren Vergangenheit und ihrer Gegenwart, als sich zum ersten Mal, das Dilemma “Moderne oder Tradition” hinter sich lassend, die Versuche der griechischen Künstler an die Richtung der internationalen Kunstszene anpassten.
Indem sie den Faden der neugriechischen Kunst bei den ersten Malern aufnehmen, die in die Schemata des Modernen eingeweiht waren, schicken die Werke der Sammlung den Besucher auf eine Reise in die Abenteuer der Geschichte des Ortes und der Menschen: von der ethnozentrischen Ansicht des F. Kontoglou zu der Neuorientierung des griechischen Charakters der Moderne mit der Generation aus den 30ern und von der Zwischenstation der Abstraktion in den 50ern zu der “kulturellen Revolution” der Generation der 60er und der Vielfältigkeit der griechischen Kunst der letzten Jahrzehnte bis heute.
Die Sammlungen werden durch ausgezeichnete Beispiele neugriechischer Plastik und Gravur ergänzt.

Aktivitäten: Die Notwendigkeit der Kommunikation mit dem Publikum. Außer der Präsentation der ständigen Sammlung im Hauptgebäude am Eingang der Altstadt, schließt die Ausstellungspolitik der Pinakothek Rhodos auch die Organisation und Beherbergung von Ausstellungen neugriechischer Kunst, sowie die Unterstützung von Ausstellungen von Künstlern aus den Dodekanes. Die Kommunikation der Kunst mit dem breiten Publikum ist das ständige Anliegen. Außer öffentlichen Programmen (Vorträgen und Führungen) und Ausgaben von Katalogen erhielt die Pinakothek unlängst ihre erste CD-ROM, während sie seit 1996 ihre eigene Webpage im Internet unterhält.

Text und Bild mit freundlicher Genehmigung aus der Zeitung "Rhodos Urlauber"

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