![]() Rodini Park |
Das landschaftlich sehr reizvolle Rodini-Tal war schon in der Antike sehr beliebt. Hier gründete der Rhodier Aischines, ein Rivale Demosthenes, die in der gesamten antiken Welt berühmte Rhetorenschule von Rhodos, die von 135 v. Chr. - 51 v. Chr. existierte. | |
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Durch die sehr enge Verbindung zwischen Rhodos und Rom im 1. Jahrhundert v. Chr., die auf ein politisches Bündnis zwischen beiden Partnern zurückgeht, waren es vor allem Römer, die diese Rhetorenschule besuchten. Fast alle berühmten Römer jener Zeit waren hier einst Schüler (u.a. Cicero, Pompeius, Cäsar, Cato, Brutus, Marx Aurel). Heute gleicht Rodini einem großen Park mit üppiger Vegetation verschiedenster Art, den die Italiener zu ihrer Zeit anlegten. Nach einer Brücke führt rechts eine kleine Fahrstraße an einem Restaurant vorbei in das Rodinital. Das Tal verläuft vom Osten nach Westen quellaufwärts. Die Ufer des kleinen Bächleins, das fast das ganze Jahr Wasser mit sich führt, sind mit Zypressen, Oleander, Agaven und anderen Pflanzen besäumt. Im Schutze schattiger Bäume gelangt man nach ca. 15 Minuten Fußmarsch zu der Quelle des kleinen Baches, dem Ende des Tales. Kurz vor der Quelle erinnern Bogenfragmente eines Aquädukt an die hervorragende Wasserversorgung der antiken Riesenstadt Rhodos. An der Quelle führt links ein Weg zu einem erhobenen Plateau hinauf, von dem eine kleine Straße abzweigt. Der Straße folgend erscheint rechts die Abzweigung eines schattigen, zypressenbestandenen Weges, der nach einiger Zeit zu einer abgelegenen Grotte führt, in der kleine Grabnischen der antiken Nekropole von Rhodos zu besichtigen sind. Weiter führt der Weg gen Westen durch eine landschaftlich reizvolle Gegend bis zum sogenannten Ptolemäergrab. Das Ptolemäergrab gehört zu einer Reihe antiker Grabbauten, die außerhalb der Stadtmauer angelegt wurden. Das hellenistische Felsengrab, das mit 21 dorischen Säulen geschmückt war,, geht auf das Bündnis zwischen Ägypten und Rhodos während der Ptolemäer-Dynastie zurück. 304 v. Chr, wurde Rhodos ein Jahr lang aufs härteste von Demetrios (König von Mazedionien) belagert. In höchster Not gewährt Ptolemäus I. (304-283 v.Chr.) den Rhodiern Hilfe Nach erfolgloser Belagerung und Abzug der mazedonischen Truppen kommt der Frieden für Rhodos wieder zustande und die Stadt erhält wieder ihre Autonomnie. Nach der Rettung befragen die Rhodier das Orakel der Zeus Amon in Libyen, das u.a. für Ptolemäus göttliche Verehrug vorsieht. So entsteht in Rhodos ein Tempelbezirk, der Ptolemäus geweiht war. Ihm zu Ehren benannte man auch das unter einem Hügel liegende Grab im Rodini-Tal, in dem jedoch nie Ptolemäer bestattet waren. |
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Text und Bild mit freundlicher Genehmigung aus der Zeitung "RhodosUrlauber" |
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